Nutzungsbedingungen, Angebotshinweise und Preise (bitte ganz lesen)

1. Allgemeine Hinweise

Viele der hier erreichbaren Seiten unterliegen einer laufenden Änderung und Anpassung. Verfügbare Informationen werden in unregelmäßigen Abständen eingepflegt. Die Seiten können als Nachschlagewerk Verwendung finden, eine Garantie für die Richtigkeit kann trotz größtmöglicher Sorgfalt jedoch weder gewährleistet noch eingefordert werden.
Ein kommerzielles Interesse wird mit dem Zeigen der Informationen nicht verfolgt. Ziel ist vielmehr, das Wissen zu Eisenberger Porzellan zu sammeln und aufzuarbeiten um es einerseits zu bewahren und andererseits in dem Kontext der jeweiligen Zeit aufzuarbeiten. Um die Effizienz der Seitennutzung zu erhöhen werden mit Hilfe von Google (benutzerdefinierte Suche, analytics, +1) sowie Piwik Informationen in anonymisierter Form zum Browsing ausgewertet. Ziel bleibt das schnelle Auffinden relevanter Informationen. Der Gedanke des Datenschutzes wird dabei gesehen und sehr ernst genommen.
Die bisher erkennbaren Ergebnisse aus den Auswertungen der Besucherstatistik zeigen ein sehr hohes Interesse an Informationen über die Porzellanmarken der ehemaligen Eisenberger Porzellanfabriken und -malereien sowie zur jeweiligen Firmengeschichte der Hersteller. Informationen zu einzelnen spezifischen Geschirren werden zwar auch oft gesucht, sind aber aufgrund der Vielzahl der produzierten Waren nur schwer deckbar. Eine Unterstützung des Projektes durch Weitergabe von Informationen seitens der Besucher findet nicht statt - das ist schade.
Über die Hälfte aller Besuche sind 1-Seiten-Besuche. Derzeit finden je nach Wochentag unterschieden zwischen etwa 100 bis über 600 Interessierte (durchschnittlich 236 Besucher pro Tag) auf porzellanfieber.de, überwiegend durch den Suchmaschinenanbieter google. Ein, meist sporadisches, Blättern durch das Seitenangebot findet derzeit nur etwa dreimal täglich statt.
Die eigens für diese Seiten entwickelte Navigationsleiste soll einerseits die Informationsstruktur (hierarchisch und keywordbezogen) abbilden helfen und andererseits einen schnellstmöglichen Zugriff auf gesuchte Informationen ermöglichen. Hinzu kommt die dynamische Erstellung einer Sitemap, wodurch alle erreichbaren Seiten in hierarchischer Form gegliedert als Linkliste angezeigt werden. Die Nutzung desselben findet derzeit nur sporadisch statt.
Anhand der gezeigten Teile kann kein Rückschluss auf die Häufigkeit des entsprechenden Porzellans gewonnen werden. Vielmehr wurde Wert auf das Zeigen der Vielfalt der hergestellten Porzellane gelegt. Derzeit wird vorzugsweise die Porzellanfabrik Kalk dargestellt, jedoch auch die anderen Hersteller finden Berücksichtigung.
Im Jahre 1900 wurde die Porzellanfabrik Kalk G. m. B. H. an 2 Standorten gegründet: in Kalk bei Köln und Eisenberg im heutigen Thüringen. Während in Kalk/Köln wahrscheinlich bereits im Jahre 1900 die Produktion eingestellt wurde und lediglich eine Niederlage (modern: Outlet) Kalker Geschirr weiter verkaufte, lief die Porzellanproduktion in Eisenberg bis 1973 unter dem Label Kalk und zuletzt mit der Marke SPE (Spezialporzellan Eisenberg) unter der seit 1968 übernommenen Führerschaft des Porzellankombinats Kahla nach der Firmenschließung 1973 bis letztlich zur Werkschließung 1976 weiter. In diesem ¾-ten Jahrhundert wurde ein breites Spektrum an Porzellanwaren hergestellt, welches auf diesen Seiten auszugsweise vorgestellt wird.
Neben dieser gab es noch viele weitere Porzellanfabriken und selbständige Porzellanmaler/-dekorateure in Eisenberg seit 1796, beginnend mit der Gründung der Porzellanfabrik Reinecke. Eine kleine Auswahl von Fertigerzeugnissen dieser Firmen wird hier ebenfalls vorgestellt. Insbesondere unterglasurblaudekoriertes Porzellan, aber auch herstellerspezifische Besonderheiten sind hier zu finden.
Wichtiger Hinweis: Die Geschichte der Porzellanfabriken in Eisenberg ist zwischen 1935 und 1945 teilweise eng verknüpft mit der nationalsozialistischen Geschichte Deutschlands. Dies spiegelt sich in der Produktion von Kantinengeschirr für den Arbeitsdienst/ Reichsarbeitsdienst sowie das Militär (Reichsmarine/Kriegsmarine/SS), z.B. Porzellanfabrik Wilhelm Jäger oder die Porzellanfabrik Bremer & Schmidt für die Reichswehr wieder. Die in diesem Zusammenhang gezeigten Porzellanmarkenbilder enthalten die für die damalige Zeit typische Reichssymbolik (z.B. das Parteisymbol der NSDAP), welche hier ausschließlich als Vergleichsgrundlage zu verstehen sind und der Vollständigkeit halber nicht fehlen dürfen. Ziel ist keinesfalls die ideologische Verbreitung oder Zurschau­stellung. Vielmehr zeigt sich hier die Realität einer sehr engen Verknüpfung von Kapital, Markt und Staat sowie Ideologie und andererseits die Notwendigkeit einer ordentlichen, geschichtskritischen Aufarbeitung dieser Zeit ohne Scheu im Bewusstsein dessen was damals geschah.
Obwohl auf diesen Seiten überwiegend Standardschriften von Windows (ab XP) genutzt werden, bedarf es zur Korrekten Anzeige einiger Sonderzeichen der TrueType-Schrift »Arial Unicode MS«, sowie einiger anderer Schriften. Diese sind in den jeweiligen Bereichen auf Hinweis-Seiten genannt.

2. Urheberrecht und besondere Nutzungsbedingungen

Die Urheberrechte an allen Texten und Bildern liegen, soweit sie das Thema Porzellan betreffen, bei den jeweiligen Autoren/Fotografen. Diese sind ggf. im Fußtext bzw. im Quellhinweis ausgewiesen; ein Fehlen des Urhebers ist jedoch nicht als Hinweis zu deuten, dass eine Freigabe und ein Verzicht auf Urheberschaftsansprüche vorliegt. Insbesondere für eine Verwendung von Bildern bzw. Bildausschnitten z.B. für Internetauktionen bedarf es ausdrücklich der schriftlichen Zustimmung seitens des Urhebers; gleiches gilt auch für Textteile. Im Fußtext findet sich weiter das Jahr der Erstveröffentlichung der Inhalte sowie das Datum der letzten Aktualisierung. Eine Historisierung der Veränderungen ist bislang nicht implementiert.
Die weitere Nutzung der hier veröffentlichten Informationen ist zwar technisch uneingeschränkt möglich, wird jedoch von keinerlei Support begleitet und bei einer nicht autorisierten Verwendung sind keinerlei Ansprüche im Sinne einer persönlichen Haftung einforderbar !
Seit dem 8. Februar 2012 gibt es einen weiteren »Meilenstein« in der Rechtsprechung bezüglich des unautorisierten Verwendens von Bildern in privaten Internet-Auktionen. So hat das zweite Zivilsenat des Oberlandesgerichts in Braunschweig mit dem Urteil Bitte beachten: Keine Haftung für Inhalte fremder Internetseiten Aktenzeichen 2 U 7/11 den Wert des Urheberverstoßes auf 20 Euro pro Bild bezeichnet; allerdings stellt dies keine generelle Aussage dar, sondern ergab sich durch die Fallkonstellation. Auch wenn an dieser Stelle keine Bewertung eines solchen Urteiles erfolgen kann, stellt es wohl eine vernunftbezogene Auffassung dar, bei der gewisse profitgeleitete Begehrlichkeiten unberücksichtigt bleiben. Bei Urheberrechtsfragen ein wünschenswerter Ansatz, da für den Tatbestand von Raubkopierens sogar mehrjährige Haftstrafen denkbar sind.
Das Bilder-Urteil mag sich allerdings deutlich auswirken. Ein schnelles und wirksames Vorgehen gegen das Urheberrecht Verletzende wird immer mehr vereinfacht und muss auch, die Gerichte entlastend, möglich werden. Zwanzig Euro pro Bild sind allerdings derart hohe Kosten für eine private Internetauktion, dass der Schaden durch ein unlizenziertes Verwenden von Bildmaterial meist unvergleichlich hoch ist.
Daher: Das Internet ist kein Gratis-Selbstbedienungsladen.

3. Zwei Aspekte zu Preisen von Porzellan

Da ich immer wieder Anfragen zu Preisen von Porzellan erhalte, möchte ich nachfolgend zweierlei Gedanken darlegen. Porzellan wurde und wird oft über einen Zeitraum von 20 bis 25 Jahren oder länger hergestellt/verkauft (bei hochwertigen Porzellanen gibt es oft eine Nachkaufgarantie über mehrere Jahrzehnte). Eine genaue Datierung auf's Jahr ist damit meist irrelevant. Lediglich wenn sich zwischendurch beispielsweise herstellungsbedingt die Porzellanscherbenform oder die Porzellanmarke änderte, ist die Datierung genauer eingrenzbar. Da bei Porzellanen im allgemeinen die Eigenschaft »antik« ein Mindestalter von 100 Jahren bedingt, fällt Kalk-Porzellan bislang noch kaum darunter. Auch wurde die über die Zeit zunehmende industrielle Fertigung bis zuletzt von manuellen Herstellungsschritten (z.B. handgestempelte Dekoration) unterbrochen. Andererseits wurde Geschirr auch nur für eine Saison dekoriert, beispielsweise bei Sammelgedecken war die Laufzeit eines Dekores gerne auch mal nur um ein Jahr.
Gebrauchtes Porzellan ist »nichts« wert - es ist also ausschließlich die Frage, wie viel jemand bereit zu bezahlen ist!
Die Marktregel, dass Angebot und Nachfrage sich über den Preis regeln, stimmt sicherlich, jedoch ist insbesondere der Nachfragemarkt sehr undurchsichtig und als einziger Richtwert gilt oft der Verkaufspreis der jüngeren Vergangenheit. Faktisch kann aber der Nachfragemarkt für einige Zeit auch auffallend befriedigt sein und selbst fast vollständige Service verkaufen sich bestenfalls für ein paar Euros oder eben nicht.
Deutlich mindernd auf die Preisbildung wirkt sich eine Beschädigung aus. Generell sind nach der Herstellung entstandene sprungbildende Beschädigungen Vorboten eines Totalschadens und entsprechend bedauerlich. Damit ist Porzellan mit einem Sprung praktisch wertlos und hat lediglich noch einen Erinnerungswert (emotional, symbolisch) oder den Wert eines Belegstückes.
Insofern sind Anfragen zum Wert von Porzellan lediglich subjektiv beantwortbar. Als Laie kann ich nur von der Erfahrung realisierter Preise sprechen - Antiquitätenhändler bzw. Auktionatoren nennen oftmals Wunschzielpreise (da sich ihre Provision meist aus der Höhe des Verkaufspreises berechnet).
Bei Tellern beispielsweise liegt das Kaufpreisniveau je nach Größe und Zustand der Glasur, der Farbqualität bzw. des Farb-/Gold­randes durchschnittlich bei (weniger als) 1,00 bis seltenstens über 3,50 EUR - mehr ist zwar denkbar, aber nur selten verwirklichbar.
Wer selbst den Bietverlauf von Internetauktionen verfolgt, wird feststellen, dass die Bietschlacht meist kurz vor Auktionsende statt­findet. Derzeit sind auffallend Porzellane der Firma Kalk zum Teil recht hoch abschließend, was ausschließlich nachfragebedingt ist und mit dem tatsächlichen Wert der Geschirrteile kaum mehr übereinstimmt. Hier überwiegt der Sammelzweck (-trieb?) oder der Gebrauchsnutzen des Gebrauchsgeschirrs (z.B. Indisch-Blau-Dekoration) vor den Aspekten der tatsächlichen Nachfrage oder gar dem Wert eines gebrauchten Porzellanscherbens. Ein Grund könnte darin liegen, dass es den Bietern nicht möglich ist, das Porzellanteil optisch vor dem Gebot zu begutachten, sondern dass der Preis sich anhand der oftmals vagen Artikelbeschreibung orientiert, mit der Folge, nach Erhalt des geschätzten Stückes über den Erhaltungszustand dann doch enttäuscht zu sein.
Auffallender Weise finden sich bei Internetauktionen immer wieder eine verkehrte Angaben zum Alter oder der Dekoration (wie z.B. handgemalt anstatt gestempelt oder gedruckt). Da Angaben in der Beschreibung als »zugesicherte Eigenschaften« zu verstehen sind, sollten diese Angaben sorgfältig recherchiert sein. Der exculpative Hinweis, dass die gemachten Angaben evtl. nicht stimmen könnten, reicht in keinen Fall. Eine Angabe der Informationsquelle ist an dieser Stelle besser; allerdings sind andere Auktionen keine seriöse Quelle.
Sollte in diesem Sinne ein Käufer die Herausgabe eines Porzellanobjektes mit den beschriebenen Eigenschaften fordern, kann es für den Verkäufer nur unangenehm werden - mehr Sorgfalt bei der Objektbeschreibung schadet demnach nicht.

Beispielpreise für das Porzellan in heilem Zustand und wenigen Gebrauchsspuren:
Geschirrteil Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail Typisches Dekordetail
Tassen 3,50 2,50 2,-- 5,-- 5,-- 5,-- 1,-- 3,50 3,50 1,-- 1,-- 2,50
Unter-/Desertteller 1,-- 1,-- 1,-- 1,-- 1,-- 1,-- 1,-- 1,-- 1,-- 1,-- 1,-- 1,--
Speise-/Suppenteller 1,50 1,50 1,50 2,-- 2,-- 2,-- 1,-- 1,50 1,50 1,-- 1,50 2,--
Schüssel/Platte/Sauciere 3,50 3,50 2,50 3,-- 3,-- 3,-- 1,-- 2,50 2,50 1,-- 3,50 3,50
Kanne/Zuckerdose 3,-- 3,-- 2,-- 3,-- 3,-- 3,-- 1,-- 2,-- 2,-- 1,-- 3,-- 3,--
Terrine/Ragout 4,-- 4,-- 3,-- 4,-- 4,-- 4,-- 1,-- 3,-- 3,-- 1,-- 3,-- 3,--
Anmerkungen:
Gut erhaltener Goldrand plus 50% je Teil, respektive
neuwertiger Zustand plus 80% je Teil.

4. Wenn Sie unterglasurblau dekoriertes Geschirr anbieten wollen, dann bitte immer mit Preisvorstellung

Gesucht werden vorzugsweise Tassen, Eierbecher, Kerzenhalter, Vasen und andere vergleichbare Stücke sowie Kompott­schüsseln, aber auch Schüsseln, Deckeldosen, Platten - bitte keine einzelnen Teller anbieten, mit Ausnahme nachfolgende Dekore:

typisches Element des Dekors blaue Linien || Typisches Dekordetail „ArtDeko“ || Typisches Dekordetail Atlantis || Typisches Dekordetail Delft || Typisches Dekordetail Indisch-Blau-Variante || Typisches Dekordetail Japanblau-„Vorläufer“

   => hiervon alle Teile.

5. Kontakt bei Angeboten oder Fragen (bitte immer beachten)

Angebote per eM@il von Kalk-Porzellan bitte immer mit der Angabe von
- Preisvorstellung,
- Dekor,
- Menge(n),
- Zustand: d.h.

   • alle Beschädigungen (wie Sprünge, Haarrisse, Abplatzer/Chips, Kratzer (in der Glasur) - auch abnutzungsbedingt ua.),
   • Verfärbungen, Fehler im Dekor, Brandfehler / -risse,
   • Reparaturen, »Zweite Wahl-Ware« usw.

Bei Fragen bitte nach Möglichkeit immer mit Foto, auf dem der Dekor und die Form der Geschirrteile gut zu erkennen ist.

6. Wenn Sie Werbeschriften, Prospekte, Veröffentlichungen oder Preislisten der Firma Kalk für eine Veröffentlichung bei porzellanfieber.de zur Verfügung stellen wollen, so schreiben Sie mir.

© 2004