Porzellanfabrik Bremer & Schmidt in Eisenberg/Thüringen • Scherbenform: Ziertassen: Form 2807

Zur Form

Allgemein wird die Form auch als Hochhenkeltasse bezeichnet. In der DDR wurde sie »Giger« genannt. Stilistisch wird die Form dem Stil »Empire« zugeordnet.
Hochhenkeltasse - Gedeck: Werbebild um 1930.
Werbebild (um 1930) zeigt frühe Ausformung der Hochhenkeltasse.
Zwar gab es auch eine Ausformung einer Mokkakanne, einer Zuckerdose und eines Milchkännchens, aber wahrscheinlich nicht für jedes gefertigte Dekor.
Entgegen der Ausformung um 1930 (Bild links) wurde die Gefäßöffnung trichterartig erweitert.
Soweit erkennbar ist, war diese Formidee von Anfang an, also seit 1895, Teil des Fertigungsprogrammes. Die Gefäßform ist streng zylindrisch mit sich verbreiternder Basis und Gefäßrand, der Henkel nach oben über den Gefäßrand verlängert und zugleich die einzige Verzierung.
Als Tassen-Größen werden bezeichnet:

Zur Dekoration

Die Dekoration erfolgte teils unter und oder auf der Glasur. Neben kobaltblauen gestempelten Blümchen unter der Glasur wurden sehr verschiedene Dekore auf der Glasur gefertigt. Oftmals wurde ein farbiger Fond aufgetragen auf dem wiederum goldene Blümchen oder andere Zier gestempelt wurden. Auch Schiebebildchen mit Blümchenmotiv oder Watteauszenen wurden aufgebracht.
Die Glanzgoldveredelung wurde am Rand mit schmaler oder breiter Linie sowie teilweise die Tasse innen voll vergoldet ausgeführt.
Durch die unterschiedlichen Dekorationskombinationsmöglichkeiten ist es vorstellbar, dass es über 1000 unterschiedliche Sets gab.
Beispielseiten:

Bekannte Porzellanmarken

Es finden sich eine Vielzahl verschiedener Porzellanmarken auf diesen Geschirrformen.
   
    
   

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