Porzellanfabrik Kalk in Eisenberg/Thüringen • Exkurs über entwertete Porzellanmarken

Entwertete unterglasurblaue Porzellanmarken

Seinerzeit war es anscheinend üblich, die Entwertung einer Marke nicht mit Schleifstrichen - vergleichbar dem Meißener Porzellan - vorzunehmen, sondern statt dessen die Marke durchzustreichen. Diese Farbe läst sich relativ leicht wegruppeln, so daß die Wirkung nach dem ursprünglichen Verkauf »verpuffte«.
 
Marke: über der unterglasurblauen Marke befindet sich ein schwarz-brauner Strich, welcher optisch wie eine Entwertung wirkt.
Zusatz: keiner
aufgetragen: aufglasur über einer unterglasurblauen Kalker Porzellanmarke
Farbe: unterglasur-blaue Marke, aufglasur aufgebrachter schwarz-brauner Strich
verwendet: ca. 1950er Jahre
~, wahrscheinlich:  
sonstiger Zusatz:
Varianten (als Bilder):

Aufglasurentwertete Jäger-Marke und Kalk-Porzellanmarke

1. Erklärungsversuch:
Seinerzeit war es anscheinend üblich, sich bei Engpässen von Halbfertigerzeugnissen (z.B. undekoriertes Porzellan) bei den anderen Eisenberger Porzellanfabriken in auftragsstarken Zeiten auszuhelfen. Da die Porzellanfabrik Wilheml Jäger das produzierte Geschirr bereits vor dem Glattbrand markte, war ein einfaches ummarkieren nicht möglich. Im obigen Beispiel wurde die Jäger-Marke grün abgedeckt und beim Dekorbrand fixiert.
2. Beispiel(e):
Porzellane von Jäger mit Kalker Marke ๑ Weihnachtsteller - Weihnachten 1926. Evang. Schulgemeinde Nüßenberg.
 
Marke: über der unterglasurgestempelten Jäger-Marke befindet sich ein deckendgrüner gemalter Fleck sowie darüber aufglasur die Porzellanmarke von Kalk.
Zusatz: keiner
aufgetragen: aufglasur
Farbe: blau
verwendet: zwischen 1918 und 1939
~, wahrscheinlich:  
sonstiger Zusatz:
Varianten (als Bilder): --

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