Porzellanfabrik Reinecke in Eisenberg/Thüringen • Firmengeschichte

die frühe Markung der ersten Porzellanfabrik Heinrich Ernst Mühlberg seit 1796
E-Marke auf Porzellan: Verwendung bis ca. Ende 1868, zuletzt von F.A. Reinecke..
Ab 1. Februar 1869 firmierte die erste Eisenberger Porzellanfabrik unter dem Namen Friedrich August Reinecke. Bereits am 26. April 1866 zeigte F.A. Reinecke den Kauf der ehemaligen Mühlbergischen Porzellanfabrik von Herrmann Schulze an und führte sie zunächst noch unter dem Namen Heinrich Ernst Mühlberg weiter. Der Kauf muss allerdings bereits 1865 erfolgt sein, da er für sich selbst, seine Gattin Antoinette Maximiliane Elise (geb. Mühlberg) und sein Sohn Johann Hugo Reinecke in diesem Jahr um die Aufnahme im Komunalverband suchte.
Seit 1865 wurde nachweislich blaudekoriertes Geschirr (Zwiebelmuster, verschiedene Varianten des Strohblumenmuster) herge­stellt. 1910 wird das Fabrikat bezeichnet mit: Gebrauchsgeschirre für den deutschen Markt - spez.: Englische u. amerikanische Tassen, Krüge und Teller. - Dekoration: Indischblau, Kobalt, Strohmodell, Zwiebelmuster, Unterglasur. - Genre: Meißen, Kopen­hagen. - Export: Tassen, Teller, Krüge, Kuchenteller für Amerika, Afrika und England. Diese Krone ist seit 1926 Bestandteil der Porzellanmarke (bis 1960)
1922 expandierte die Porzellanfabrik um eine Porzellanmalerei beim Bahnhof. 1926, zum 130sten Firmenjahr, wurde zu den Festlichkeiten eine Jubiläumsschrift herausgegeben und eine neue Porzellanmarke kreiert.
Zwischen 1937 und 1950 war Paul Reinecke alleiniger Geschäftsführer, seine Gattin Marie Else Reinecke (geb. Papst) wurde als dessen Nachfolgerin bestellt.
1959 begann die Verstaatlichung durch die Beteiligung der deutschen Investitionsbank als Kommanditist.
Ab dem 1. Juli 1960 firmierte die Porzellanfabrik Reinecke zusammen mit der Porzellanfabrik Wilhelm Jäger unter der Bezeich­nung »Vereinigtes Porzellanwerk Eisenberg, Fortuna«.
Ansicht der Fabrikgebäude, um 1960

Weitere Seiten:

© 2010