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Kalk-Porzellanmarke der Woche
Kalk-Porzellanmarke
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Eisenberger Porzellan seit 1796

Eisenberger Porzellanmarken

»Form 1000«, die schräge Mokkaservice-Form aus Thüringen

  • Hersteller und Dekore aus: Deesbach, Eisenberg, Grossbreitenbach, Halle, Kahla, Leuchtenburg, Lichte, Oberhohndorf, Reichenbach, Rudolstadt, Schmiedefeld u.a.
  • Hersteller: Bremer & Schmidt, Spezialporzellan Eisenberg
  • Dekorateure: August Frank, August Frank & Bauer u. Lehmann, AVM HANSA, Bremer & Schmidt, Bauer und Lehmann, Carl Alfred Römhild, Carl Wilhelm & Co, C.K. Weithase, Ecklund, Erika Lutz, Erwin Jähnert, Franz Fritz Nachfolger, Häckel Pröschold, Hädrich und Hädrich, Hädrich und Sohn, Malerei Deesbach, Otto Hädrichs Wittwe, Porzellanmalerei Kahla, Porzellanwerk Lichte, Spezialporzellan Eisenberg, Willi Riese

Wenn Sie Porzellan / Geschirr oder Werbeschriften / Prospekte / Preislisten / Veröffentlichungen der Porzellanfabrik Kalk oder einer anderen Eisenberger Porzellanfabrik / Porzellanmalerei verkaufen wollen oder inhaltlich vergleichbare Informationen für eine Ver­öffentlichung zur Verfügung stellen wollen, schreiben Sie bitte an: porzellan@porzellanfieber.de

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Ziel des Projekts porzellanfieber.de ist der Erhalt und das Gedenken an die Porzellinerzeit der Stadt Eisenberg/Thüringen.

Wer?

Derzeit wird das Projekt fortgeschrieben von Günther Schleu, Erlangen.

Mitwirkung

Eine Mitwirkung am Projekt porzellanfieber.de ist durch Gabe von Porzellanstücken, Firmenunterlagen, firmenspezifischen Produktivmitteln und anderen in Bezug zu Eisenberger Porzellanfabriken oder Porzellandekorateuren stehenden Gegenständen denkbar. Auch die Weitergabe von digitalisierten Unterlagen hilft.

Nutzungsbedingungen (bitte ganz lesen)

  • Urheberhinweise für Bilder und Texte
  • Quellangaben, Hinweise zur Zitierung
  • Kein Support, keine Historsierung
  • Vorgestellte Geschirrformen und Dekore sagen nichts über die Häufigkeit aus.
  • Haftungsausschluß • Garantieverzicht
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Fest der Porzelliner in Selb

Am Samstag 1. August 2026 wird voraussichtlich der nächste Porzellanflohmarkt zum Porzellinerfest in der Selber Innenstadt stattfinden.

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fertig Stadt Eisenberg Vereine • Freiwillige Feuerwehr (seit 1852)• Andenken zu Jahrfeiern 10.10.2025
fertig Stadt Eisenberg Vereine • Freiwillige Feuerwehr (seit 1852) 10.10.2025
fertig Form 1000 Rudolstadt • C.K. Weithase (CKW) • {##} Andenken (Sellin a. Rügen — Wappen) 10.10.2025
fertig Form 1000 Rudolstadt • C.K. Weithase (CKW) 10.10.2025
fertig Stadt Selb Porzellinerfest: Photographische Impressionen vom Trödelmarkt 2025 in 99 + 1 Bilder 05.08.2025
fertig Stadt Selb Porzellinerfest: Photographische Impressionen vom Trödelmarkt 2024 in 100 + 1 Bilder 05.08.2024
fertig Stadt Eisenberg Firmen • VEB Möbelkombinat Eisenberg • Keramikteller (1979): 10 Jahre, Engobemalerei, Bürgel 21.10.2023
update Stadt Eisenberg Schulen • Volkshochschule: I.S.S. 1938 - International Summer Schools (Internationale Sommer Schulen) 21.10.2023
fertig PM Feodor Voigt Rechnungen 04.09.2023
fertig PF Bremer & Schmidt Geschmacksmuster #6483 (Ausschneidebogen in einer Kinderserviceverpackung) und #11138 (Kaffeegedeck) 31.08.2023
fertig PF VP Fortuna Geschmacksmuster #10648 (Geschirrform Pompadour) 29.08.2023
 
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Aktuelle Gedanken rund um porzellanfieber.de - diesmal:

September 2025: Anders machen!
#analogien #gedeihlichkeit #wissenteilen
Von: Günther Schleu, Erlangen
Mehr als ein Spruch?
  • Panta rhei (alles fließt).
  • Mensch erkenne Dich selbst, damit Du Gott erkennst.
  • Der Mensch ist des Menschen Wolf.
  • Ich denke also bin ich.
  • Was ist der maximale Ausdruck von Freiheit? Die Freiheit freien Stücks aufgeben ! ?
Unsere Welt ist durchsetzt von leitenden Gedanken. Gedanken, die uns zu Höherem aufschwingen könnten – nur wollen wir das wirklich? Denn des Menschen Weg der Selbsterkenntnis ist unbekannt lang, oftmals länger als ein Leben. So lange wir im Mangel leben, erleidend und unentrinnbar, ist allerdings das Sichstrecken und Greifen nach dem in die Höhe gerichteten Strohhalm arg schwer. Und darin liegt auch eine gesellschaftliche Absicht.
In einem System gefangen, ist es schwer nachvollziehbar, dass es egal ist, wie sehr das System auf Selbsterhalt ausgelegt ist. Denn Veränderung ist eine Konstante und jegliche Unbeweglichkeit ist auf Dauer der Grund für das eigene Ende. So wird jeglicher Selbsterhalt nur zum Prüfstein des Willens um Veränderung.
Problematisch wird es grundsätzlich, wenn jenes Andersmachen zum Ziel wird und ein richtig Machen aus dem Fokus verschwindet. Diesbezügliche Verteidigungsreden zur Legitimation derartigen Strebens sind allzu oft nur Rechtfertigungen ohne Substanz, Ausreden, Lügen oder ehrlose Exculpation.
Die von wenigen Menschen allen Menschen vorgeschlagene Gegenwartslösung lautet: Freiheit aufgeben. Jeder der das glaubt oder fordert, befindet sich maximal auf Sektenniveau. Nur wer erkennt die Falle?
Die satanische Verkehrung
Was heute als satanische Verkehrung benannt ist, begann laut Legende mit der Erschaffung des Menschen.
Gott, der Schöpfer aller Dinge, wollte ein Wesen schaffen, welches mit einem freien Willen ausgestattet ist. Dieses Wesen Mensch sollte sich freiwillig für Gott entscheiden können; oder aber in einer gewissen (Raum-)Zeit auch gegen ihn. Die Engel, die bei der Menscherschaffung geholfen hatten, waren teils sehr neidisch, da sie selbst nie diese Wahl gehabt hatten. Sie waren programmiert, Gott zu dienen, und damit auch dem Menschen. Insbesondere einem Engel, den wir heute Erzengel Lucifer nennen, wandte sich an Gott um seinen Unmut kund zu tun. Alsbald sah er sich jedoch als Coach der Menschen wieder. Er sollte den Menschen unterrichten auf das sich ihr Potential entfalten könne. Da er als geschaffener Engel nicht Böses tun kann, machte er sich ans Werk den Menschen das Wissen über die Welt beizubringen. Doch der Mensch war launisch und sah keine große Notwendigkeit all dieses Wissen erfahren zu müssen. Der Mensch saß im Paradies vollversorgt fest - wozu also was lernen?
Lucifer sah sich bestätigt. Dieses Wesen Mensch war undankbar, obwohl es frei war. Der Streit mit Gott entbrannte erneut und diesmal ging er mit der Gewissheit, dies beweisen zu können und zu dürfen. So verwickelte er die Menschen durch Überbetonung in den Gedanken von Sterblichkeit und Allwissenheit, letztlich sogar in die Idee gottgleich zu sein. Es dauerte nicht lange und der Mensch begehrte wie Gott zu sein. Doch der Schritt in diese Richtung erwies sich als fatal. Statt göttlichem Sein oder wenigstens göttlicher Identität stellte sich nur das Gefühl ein nackt zu sein. Die verlockende Selbsterkenntnis eines Erkenne deine Göttlichkeit offenbarte sich als Erkenntnis der eigenen fleischlichen Natur eines körperlichen Gefängnisses und drückte sich durch die Scham aus.
Als Gott nun die Fortschritte des Menschen prüfen wollte fand er nur verstörte, weil verschämte Menschen vor. Lucifer wies alle Schuld von sich, immerhin hatte der Mensch mit freiem Willen entschieden. Dass Adam hier Eva die Schuld zuwies, anstatt über seine Teilhabe zu reden verschlechterte Gottes Laune arg. Auch Eva wies die Schuld von sich und wies auf Lucifer. Eigenverantwortung zu übernehmen und Freisein vertrugen sich nicht. Doch damit war das Projekt Mensch in Tiefen abgerutscht, die unerwartet waren. Gott lies den Menschen fallen und Lucifer gleich mit. Frei und sich selbst überlassen, also praktisch hilflos und nackt, begann der Mensch die Natur um sich herum mit Gewalt zu gestalten. Der Mensch verlor die Verbindung zu Gott und ersetzte diese durch die Manipulation der Natur mit den Ideologien von Machbarkeit und Vorteil. So erschuf sich der Mensch seine Welt als Ersatzstrategie und hält bis heute daran fest. Es begann mit einer Lüge und so wurde die Lüge zum Wesen der Natur des Menschen. Heute ist die Lüge der Hauptkleber jeglicher Gesellschaft geworden, so wenig lieben wir inzwischen Gott und die Wahrheit. Wir leben die satanische Verkehrung.
Lohnt Religion?
Der Mensch als Mangelwesen ist Grundlage jeder Religion einschließlich jeglicher Ideologie. Die Phantasie des Endes allen Mangels ist die sprichwörtliche Karotte vor dem Eselskarren, dem mühseligen und oftmals erfolglosen Leben eines Menschen, der wie der karrenziehende Esel, niemals die vorgehaltene Karotte erreicht.
Der vor Augen geführte Mangel, nicht wie Gott zu sein, bewirkte das Gegenteil. Nicht Emsigkeit in der Strebsamkeit nach wahrer Erkenntnis um Göttlichkeit zu erlangen, sondern dauerhafte und bequeme Lustbefriedigung des fleischlichen Körpers in einem kurzen körperfixierten Leben. Letzteres Streben hinterlässt jedoch einen faden Geschmack und den Zwang nach mehr Desselben in der Hoffnung, dass mit Erreichen der Sättigungsgrenze sich auch die allgemeine Zufriedenheit einstellt. So wurde die Möglichkeit der Reinkarnation zur Falle.
Viele Religionen führen dem Wegsucher dies vor Augen. Doch der Ausweg findet sich nicht im Außen. Religion kann eine Anleitung sein, den Inneren Weg einzuschlagen, aber gehen muss man in alleine. Im besten Fall bekommt man für eine gewisse Zeit eine äußere Begleitung, einen Führer oder vielleicht auch nur einen Wegweiser. Doch die Rückkehr zum Göttlichen bleibt schwer, so lange wir uns als gefallene Wesen vorstellen, und einander die inneliegende Göttlichkeit absprechen. Wird dazu Religion statt zum lebendigen Brückenbau zu einer starren Institution, verkommt sie gar zum weltlichen Machapparat der Ausbeutung und fortgesetzten Mangelmanifestation. Die aufgegebene Freiheit im Namen einer Religion wird zu Ketten eines keinen Widerspruch zulassenden Gehorsams.
Damit viele Menschen gedeihlich zusammen leben können braucht es sicher so was wie einen Codex, ein Regelwerk. Doch es liegt in der Lügennatur des Menschen, diese Regeln zu umgehen oder sich nicht erwischen zu lassen beim Regelverstoß. Hierin liegt ein Großteil der Menschlichen Kreativität. Parolen lassen oftmals erkennen, dass Es passiert ist, wie beispielsweise »Krieg ist der neue Frieden«. Notfalls wird die Sprache wieder und wieder auf den Kopf gestellt bis sie gelungen klingt, wie beispielsweise »Mein Bauch gehört mir«. Wenn schon die Worte verräterisch sind, es bedürfte nur eines Zuhörens, so sind es die Taten noch viel mehr.
Dem Verlangen einer schnellen Antwort wird dem mühevollen Erarbeiten vorgezogen. Ideologien, also die als Lösung gemeint formulierten Gedanken anderer Menschen, bedienen dieses Verlangen und sind eine Vereinfachung. Ist diese auch lauter? Ist ein blindes Nachfolgen erlösbringend?
Betrachtet man die meisten Religionen dieser Welt, so fällt auf, dass diese ein Erlöserprinzip vorgeben und vom gläubigen Anhänger vor allem die Unterwerfung unter dieses Erlöserprinzip verlangen. Verstärkt wird dies meist noch durch eine idealisierte Retterfigur. Du willst Erlösung - So kriegst Du diese. Allerdings muss diese Erlösung verdient werden. Es werden Opfer verlangt bis hin zur Aufgabe von Freiheit. Warum fällt nur so wenigen auf, dass hier das Aufgeben von Freiheit nur als die größtmögliche Freiheit verkauft wird, aber nicht Adäquates geliefert wird? Prediger eines Erlösungssystems erzählen vom himmlischen Paradies, aber liefern müssen sie niemals. Denn was sie versprechen erhalten wir verführten Naivlinge erst nach Eintritt des körperlichen Todes. Und da ist eine Überprüfung schwer möglich. Folglich werden nur unsere Ängste im diesseitigen Dasein bedient.
Religion ist also ein System im System, welches einem eine Systemflucht verspricht. Mehr aber nicht. Daneben liefert es Begrifflichkeiten und Reflektionsebenen für die eigene Entwicklung; denn verstrickte Wesen sind wir und sollen es scheinbar auch bleiben.
Demokratie – was ist das?
Demokratie ist bereits eine Form des anders machen. Es ist eine Herrschaftsform. Und diese basiert auf dem Prinzip der Arbeitsteilung. Die Grundidee, dass in einer arbeitsteiligen Welt jeder das macht, was er am besten kann, ist eine idealisierte Vorstellung, keine Wirklichkeit. Das gilt für die Herrschenden gleichwie für die Dienenden. Ein Unterschied in der Machthierarchie sollte durch eine Rechtstaatlichkeit in soweit ausgeglichen sein, dass alle an der Weiterentwicklung mitwirken dürfen und können. Bedingung sind lediglich die Volljährigkeit (Reife) und die Geschäftsfähigkeit (Verantwortung).
Demokratie bedeutet erst einmal auch sehr unterschiedliche Auffassungen auszuhalten. Also auch dass es am Ende eines Diskurses verschiedene Standpunkte gibt, die sich nicht immer zu einem einzigen verbinden lassen. Zensur von Aussagen, Verbieten von Denkrichtungen oder die Diskussionsverweigerung sind deutliche Anzeichen fehlender Demokratie, dass der Maulkorb selbstauferlegt ist ändert daran nicht nur nichts, sondern macht es noch viel schlimmer. Wie sieht nun die Realität dazu aus?
Die Demokratie ist nicht die beste Form zu regieren, sondern die am wenigsten schlechte. Diese Aussage täuscht allerdings über den Charakter unserer Demokratie hinweg, denn Demokratie hat nicht automatisch etwas mit Vernunft und Gedeihlichkeit gemein noch damit, das jemand, der an der Macht ist, diese nicht so ohne weiteres wieder hergeben will. Unsere Demokratie endet an der Wahlurne, so gesehen sind wir eine Urnendemokratie. Tatsächlich ist unsere Demokratie eine Illusion, denn Demokratie endet mit der ersten Regierungsentscheidung. Hier ist Koalitionsverpflichtung und Fraktionszwang vor eigener Ehrhaftigkeit und Gewissensentscheidung und an der Zerstörung unserer Demokratie wirksam. Und vor einer fundierten zeitraubenden Meinungsbildung besteht immer die Gefahr von Bestechung, egal ob durch Zuwendung, Nötigung oder Erpressung. Der Trick, Bestechung zusätzlich auf mehrere Ebenen aufzuteilen, ist schwerer durchschaubarer und weniger verfolgbarer als direkte Einflussnahme. Die Demokratie kennt keine funktionierenden Schutz- und Sicherheitsmechanismen gegen Korruption. Auch über Ziele ist hier noch gar nichts gesagt. Und jegliche Ausrichtung an ein Ziel, egal wie erhöht es präsentiert wird, erschafft eine Diktatur. Unsere Demokratie ist demnach eine Profitdikatur auf dem Boden des Neoliberalismus.
Dabei ist unsere Demokratie nicht nur Personenkult, sondern längst Strickwerk von unbekannten jedoch mächtigen Lenkern im Hintergrund. Die sichtbaren Vertreter, ob aus Politik oder Wirtschaft, sind allesamt nur Marionetten. Die Fadenzieher dagegen sind Verborgen und dies gebiert verschiedenste Verschwörungserzählungen. Allerdings scheinen sich derzeit Wahrheit und Politik gar nicht gut zu vertragen, verzichtet letztere doch großzügig auf erstere.
Eine andere Sichtweise zu unserer Demokratie lautet: Wenn eine Wahl dem Volk zum Vorteil gereichen würde, würde sie sofort verboten.
Unsere Demokratie ist derzeit voll von überraschenden Wendungen - naja vielleicht doch nicht so überraschend. Gebrochene Wahlversprechen, Kampf um Deutungs- und Nachrichtenhoheit, Intransparenz zu Zielen, Maßnahmen mit fraglicher Wirksamkeit bei zugleich Nachfrageunterlassungsgebot. Finanziert werden oftmals Störer der genehmen Richtung, stigmatisiert jene Vertretende, denen eine bekeulungswürdige Gesinnung nachgesagt wird. So wird zunehmend ein Schwarz/Weiß propagiert; oder anders formuliert ein Gut/Böse.
Vielfalt als Antwort
Eine der Strategien gegen das Mangelgefühl ist die Machart der Vielfalt. Andere Formen, andere Farben, anderer Geschmack, andere Methode; Hauptsache immer wieder anders. Sind die Sinne betäubt oder zumindest stark abgelenkt, vermindert dies das Mangelgefühl und das Bedürfnis grundsätzlich was dagegen zu tun. Kultur spannt hier einen übergroßen Rahmen auf, in dem sich die Vielfalt ausleben lässt.
Einst war Kunst ein Produkt des Könnens, Qualität eine Folge von Qual. Heute muss Kunst anecken, aufregen, Diskussionen auslösen; eben anders sein. Qualität wird zur Eigenschaft des Geeignetseins degradiert, doch was damit gemeint ist bleibt vielen Menschen verborgen: Profit erzeugen, möglichst immer wieder. So wie sich an Gesundheit nichts verdienen lässt, an vielfältigen chronischen Erkrankungen dagegen schon.
Auch Porzellan ist hier ein schönes Beispiel.
Die Formenvielfalt wird von der Dekorationsvielfalt tausendfach übertrumpft. Es gibt tausende von Formen und sicher millionenfaltige Verzierungen. So extrem, dass heute zierloses oder sehr primitiv dekoriertes Geschirr im Alltagsgebrauch am beliebtesten ist. Über drei Jahrhunderte wurde sehr vieles probiert und vermarktet und es stellte sich heraus, dass eine Kanne nur eine Kanne ist und ein Teller nur ein Teller. Die Formenvielfalt war eine Zeit lang für den Markt förderlich, doch inzwischen ist der Markt so voll, dass mehr auf den Nutzen gesehen wird als auf eine besondere Gestaltung. Dies ist sicher auch der Automatisation der Arbeit geschuldet, denn je mehr Zier von Anfang an einem Porzellanteil ist, desto höher ist der Herstellungsaufwand und der Schwund wegen auftretender Produktionsmängel. Auch bedarf es mehr der teuren Handarbeit.
Blicken wir uns um, sehen wir diesen Trend überall. In der Architektur genau wie in der Kleidung. Selbst bei dem, was uns die Bildung und die Medien vorgeben.
Da ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen auszubrechen versuchen in ihren Wegen der Vergnügensbefriedigung. Denn in der Vielfalt liegt viel mehr Illusion und Täuschung, als uns lieb ist.
Anders machen?
Oder doch lieber richtig?
Die Profitgier gibt hier ein klares Nein vor, bloß nicht richtig machen. Denn daran lässt sich nur schlecht verdienen. Deshalb: Niemals etwas richtig machen, besser reicht völlig.
Einst war der Verräter der meist gehasste Mensch im Reich. Heute nennen sie sich Meldehelden und sind stolz auf ihr Denunziantenwerk. Die Sichtweise einer Wahrheit ohne Gewähr und ohne Verantwortung spaltet unsere Gesellschaft. Die ausgerufene Corona-Virus-Krise belegt dies überdeutlich. Eine Aufarbeitung dieser Zeit würde unsere Gesellschaft bis ins Mark erschüttern und uns Abgründe sehen lassen, die schlimmer sind, als alles Bisherige in der Menschheitsgeschichte.
Irrtum und Fehler sollten einen festen Platz in unserer Demokratie haben. Doch dafür braucht es insbesondere auch klare Grenzen. So lange es menschelt ist es immer noch besser als unter der Knute einer KI-Technologie, die keine Vorstellung von der Lebenswelt der Menschen hat. Bei voller Absicht hingegen, anderen zu Schaden, braucht es dagegen keine nennenswerte Toleranz oder Empathie und noch viel weniger eine Täter-Opfer-Umkehr.
Längst haben wir die Bedeutung des Guten verlernt und uns des Irrglaubens verschrieben eines Besseren oder Bestem. Unreflektiert übernehmen wir, dass das Bessere dem Guten Feind ist. Dabei ist die Steigerung von Gut der Beginn des anders machen, dessen Zweck keineswegs die Verbreitung oder den Erhalt des Guten beinhaltet.
Die Toxizität des Vergleichens führt uns prompt zur der ursprünglich in die Welt gesetzten Lüge. Sie ist ein Gefängnis ohne Fluchtmöglichkeit bei zugleich fehlendem Erkenntnisgewinn.
Dies hier ist allerdings kein Plädoyer gegen anders machen, sondern eines gegen nicht richtig machen. Was das ist, ist aber noch nicht sicher. Daher braucht es weitere Versuche. Darin liegt die größte Versuchung.
Änderungen für Sammler
Es sind nicht nur Sammler betroffen, aber insbesondere auch diese. Die EU hat in den letzten Wochen Regeln im grenzüberschreitenden Handel gestartet, die für Sammler durch dadurch anfallende Mehrkosten eine übermächtige Einschränkung bedeuten.
Einerseits wurde der Zollrahmen so verändert das nun jedes aus einem Land außerhalb der EU in die EU eingeführte Ding Zollgebühren unterliegt. Diese sind teils so hoch, dass sie den Artikelwert übersteigen können und damit faktisch ein Sammeln deutlich uninteressant machen.
Noch krasser ist die Änderung der Verpackungsordnung bei grenzüberschreitendem Versand innerhalb der EU. Hier ist eine Zertifizierung der Materialen der Verpackung verpflichtend, die so teuer ist, dass sich dies für Versender mit wenigen Auslandkontakten einfach nicht lohnt. Diese Zertifizierung ist für jedes Land, in das exportiert werden soll, vorzunehmen. Für Verkäufer lohnt sich dies kaum und dies kann auch auf Privatversender ausgeweitet gedeutet werden. Damit ist eine "Rückholung" eines sammelwürdigen Gegenstands kaum mehr möglich.
Wer sich so was ausdenkt, der ist als Schreibtischtäter noch freundlich beschrieben. Praxisfern und handelshemmend sind noch die netten Worte die hier findbar sind. Eine Verbesserung des EU-Binnenmarktes sieht anders aus und auch eine Schwächung des Verkäufers mag zwar beabsichtigt sein, findet aber keinen vernünftigen Grund dazu.
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Wie passt da Eisenberger Porzellan in das Bild des ›anders Machen‹ hinein? Tatsächlich gibt es wenige Eigenentwicklungen von Eisenberger Porzellanfabriken. Die Mehrzahl aller produzierten Formen waren Nachbildungen – Kopien – anderer außerortiger Firmen. Viele der Ausformungen sind allerdings Formvarianten und unterscheiden sich beispielsweise durch einen anderen Henkel.
Kopiert wurden nicht nur die Stile, sondern vor allem ganze Formsettings. Neben königlich Meissen wurde fast überall abgeschaut, sogar in Kopenhagen. So entstand in der Kalker Porzellanfabrik ein Kaffee- und Speiseservice mit gerippter Oberflächenstruktur und sehr ähnlichen Hohlgeschirrformen bis hin zum Henkel; die Dekoration mit dem Strohhalmmuster im Kopenhagener Stil, wenn auch deutlich schludriger ausgeführt, vollendete die Nachahmung so sehr, dass dänische Händler dieses Geschirr unter Abklebung der Porzellanmarke als „original“ verkauften. Das war so erfolgreich, dass es nicht klag- und folgenlos blieb. Dieses Abschauen hatte ab 1908 zunehmend ernste Konsequenzen, beispielsweise in einem Rechtsstreit um die Originalität und den Küstlerschutz durch die Aluminia AG gegen die Porzellanfabrik Kalk, für die zum Zeitpunkt der Klageerhebung ein Schutz bezüglich designter Industrieware fehlte und nur deshalb nicht verloren wurde. Daraufhin entstanden nach und nach Schutzgesetze gegen das Kopieren von Industrieprodukten in verschiedenen Ländern wie beispielsweise 1912 in Dänemark.
Nur teilweise ist dieses Wissen noch vorhanden, da Gerichtsakten nicht unendlich aufgehoben werden. Es ging jedoch in die Justizliteratur ein und auch in die Bildung neuer Gesetze.
Insbesondere die beiden Weltkriege schwächten die Schaffungskräfte der Stadt, da kreative Bürger an den Frontlinien starben und den Zurückgebliebenen genau diese Kreativität zu fehlen schien. Doch der weit über ein Jahrzehnt anhaltende Todesstoß hatte seinen Vorlauf mit der beginnenden Verstaatlichung der Porzellanfabriken und begann mit der Umsetzung der Entscheidung in Eisenberg kein unter der Glasur dekoriertes Porzellan mehr herzustellen.
Die Plattform porzellanfieber.de ist ein Weg gegen weiteres Vergessen und auch für den Erhalt des Wissens um die Eisenberger Porzellanindustrie über fast 200 Jahre. Gerne können Sie als Besucher dieser Seiten helfen durch Weitergabe von Informationen, Unterlagen oder eigenen Erinnerungen aus der früheren Zeit der Porzellanherstellung. Bitte verwenden Sie für die Kontaktaufnahme die im Seitenfuß stehende eMail-Adresse.
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©  2002  – 
by Günther Schleu
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